Französiche Zentralbank ist gegen geplanten Bitcoin-Handel in Tabakläden

Französiche Zentralbank ist gegen geplanten Bitcoin-Handel in Tabakläden <

Der französische Tabakverband, die Fédération des Buralistes, hat die Erlaubnis erhalten, ab Januar 2019 Bitcoin (BTC) in Tabakläden zu verkaufen, meldete der französische Radiosender Europe 1 am 21. November.

In einem Deal mit dem französischen Kryptowährungs-Wallet-Anbieter KeplerK sollen ab Anfang nächsten Jahres bis zu 4.000 kleine Geschäfte Bitcoin-Gutscheine verkaufen, die Kunden dann beim Öffnen einer Wallet auf der Website von KeplerK gegen die Kryptowährung eintauschen können.

BTC wird in in den Filialen der Kette mit Wertgutscheinen zu 50, 100 und 250 Euro erhältlich sein.

Laut Europe 1 hat die französische Aufsichts- und Beschlussstelle (ACPR), eine unabhängige Behörde, die unter der Schirmherrschaft der französischen Zentralbank arbeitet, das Projekt genehmigt.

Nach der Ankündigung gab die Bank von Frankreich selbst jedoch eine Erklärung ab, laut der sie die Zustimmung zu solchen Plänen verweigert.

“Im Gegensatz zu dem, was heute Morgen ohne vorherige Bestätigung gesagt wurde, ist keine solche Vereinbarung unterzeichnet worden, die darauf abzielt, den Verkauf von Bitcoin durch Tabakhändler zu ermöglichen”, zitiert die AFP die Institution und fügt hinzu:

“Darüber hinaus ist kein solcher Deal geplant oder in der Diskussion.”

Europe 1 kommentierte, dass die ACPR aufgrund der stark zunehmenden Popularität von Kryptowährungen “keine andere Wahl” gehabt habe, als das Vorhaben zu genehmigen.

Frankreich sendet auf staatlicher Ebene gemischte Signale zum Thema Kryptowährung aus und fordert einerseits internationale Regulierungsanstrengungen, während Jean-Pierre Landau, der “Monsieur Bitcoin” des Landes, meint, dass eine Überregulierung eine “dreigleisige Gefahr” darstellen würde.